Windsurfer des Monats – Victor Fernandez Lopez

Am 13. November 2016, bei den „2016 NoveNove Aloha Classic“ war es endlich soweit. Nach sechs absolvierten World Cups in vier Monaten und hartem Training, konnte Victor Fernandez Lopez endlich seine verdiente Trophäe in den Himmel recken. Den WM Pokal der PWA Wave World Tour 2016. Der zweite Titel seiner Karriere, auf den er fünf Jahre warten musste.

Victor Fernandez Lopez wurde am 25. April 1984 in Almeria, einer Hafenstadt in der Autonomen Region Andalusien (Spanien) geboren und erlernte das Windsurfen unter Anleitung seines Vater, der selber begeisterter Wassersportler ist und eine Windsurfschule an der Küste des Alboranischen Meeres betreibt, bereits mit fünf Jahren. Dem Zauber des Windsurfens erlag Lopez jedoch „erst“ im Alter von 14 Jahren. Aufgrund seiner guten schulischen Leistungen erlaubte ihm sein Vater den Sommer im Windsurfparadies Pozo Izquierdo auf der kanarischen Insel Gran Canaria zu verbringen. Was den Wind angeht, bieten nur wenige Orte auf der ganzen Welt so optimale Bedingungen wie die Strände von Pozo, weshalb es kein Zufall ist, dass der junge Spanier hier seine Liebe zum Windsurfen entdeckte. Ob die Moreno Schwestern, Björn Dunkerbeck oder Philip Köster. Die Elite des Windsurfens weiß schon, warum sie viel Zeit auf der Insel verbringen. Heute liegt sein Lieblingsspot, neben Pozo, in Chile.

Ein Sommer in Pozo reichte Fernandez, um das Windsurfen lieben zu lernen

Mit 15 Jahren, also nur ein Jahr nach seinem Besuch in Pozo, konnte Lopez die Europameisterschaft der Junioren und die World Juniors gewinnen. Zwei Jahre später feierte er sein PWA World Tour Debut und maß sich erstmal mit den besten Windsurfern der Welt. Seine Gegner damals: Björn Dunkerbeck, Kevin Pritchard, Josh Angulo und Kauli Seadi.

2006 erreichte der Spanier bereits den fünften Platz. Es folgten zwei Vizemeisterschaften und ein sechster Platz, bis er mit 26 das erste Mal die Weltmeisterschaft feiern konnte. Der bis dato größter Erfolg seiner Karriere, in der er außerdem schon mehrere spanische Meisterschaften gewinnen konnte. Aufgrund seiner Leistungen wurde er 2011 sogar für den Laureus Sport Award im Bereich „Action Sports Person of the Year“ nominiert. Als ersten Spanier überhaupt. Seitdem kann sich Lopez seit zehn Jahren dauerhaft in den Top 10 der World Tour halten und wurde drei weitere Male Vizeweltmeister. Nachdem er zwei Mal an Philip Köster (13,15) und einmal knapp an dem Franzosen Thomas Traversa scheiterte, setzte er sich 2016 nach Siegen in Pozo (wo er insgesamt sechs Mal gewinnen konnte) und auf Teneriffa gegen seine Konkurrenz durch und feierte WM Titel Nummer zwei. „Das ist ein unglaubliches Gefühl. Es war ein schwerer Weg bis hierher. Gerade weil wir zwei Events ohne Wind hatte und dementsprechend viel warten mussten.“, sagte Lopez in einem Interview mit der PWA „ Aber gerade die Events in Pozo, auf  Teneriffa und Sylt liefen gut (…) Das war echt ein großartiges Jahr.“

„Es war ein schwerer Weg (…) Aber gerade die Events in Pozo, auf  Teneriffa und Sylt liefen gut“

Knüpft Victor Fernandos Lopez auch 2017 an seine gute Leistung an, werden wir sicherlich einen spannenden Kampf um den ersten Platz erleben. Gerade mit einem fitten Philip Köster, der nach seiner schweren Verletzung wieder in Fahrt kommt.

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