210.000 Zuschauer sahen Weltmeisterschaft-Finale auf Westerland

Der Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt endet am Sonntag mit der großen Siegerehrung am Brandenburger Strand. Hinter Zuschauern und Aktiven liegen neun aufregende und spektakuläre Wettkampftage, denn so gute Bedingungen gab es beim größten Windsurf-Event der Welt seit Jahren nicht mehr.

Bis zu neun Windstärken und vier Meter hohe Wellen waren die idealen Begleiter für Waverider und Freestyler, die mit hohen Sprüngen, blitzschnellen Rotationen, verrückten Manövern und faszinierenden Wellenritten ein unglaubliches Spektakel am Brandenburger Strand boten. Im Slalom und der Trendsportart Foil sahen die Fans spannende Rennen auf der Nordsee, so dass beim einzigen Super Grand Slam der PWA World Tour in allen vier Disziplinen die Siegertrophäen übergeben werden konnten.

Absoluter Höhepunkt des Wassersport-Spektakels war der Auftritt von Philip Köster. Der 23-Jährige war als dreimaliger Waveriding-Weltmeister nach Sylt gereist und verließ Deutschlands nördlichste Insel mit dem vierten WM-Titel im Gepäck. Im entscheidenden Heat um Platz drei, der zum erneuten Titelgewinn reichte, zeigte der Weltranglistenerste Windsurfen von einem anderen Stern.

Mit einem Top-Ergebnis von weit über 30 Punkten ließ er dem Spanier Alex Mussolini, der im vergangenen Jahr das Wellenreiten am Brandenburger Strand gewonnen hatte, keine Chance und kam unter dem Jubel der Fans als neuer Weltmeister aus der Nordsee an den Brandenburger Strand. Damit krönte Köster sein unglaubliches Comeback, das nach einer schweren zehnmonatigen Verletzung im Juli mit einem Sieg auf Gran Canaria begann und beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt sein Happy End fand.

„Ich bin unglaublich glücklich, beim größten Windsurf-Event der Welt meinen vierten WM-Titel gewonnen zu haben. Im entscheidenden Heat gegen Alex Mussolini hat alles geklappt, was ich mir vorgenommen habe. Nach meiner schweren Verletzung erneut Champion geworden zu sein, ist einfach unglaublich“, freute sich ein überwältigter Philip Köster.

Sieger der Waveriding-Konkurrenz wurde der entthronte Weltmeister Victor Fernandez Lopez aus Spanien, der zum dritten Mal in Westerland ganz oben auf dem Treppchen stand. Platz zwei belegte der Brasilianer Marcilio „Brawzinho“ Browne. Leon Jamaer aus Kiel und Alessio Stillrich von Gran Canaria beendeten den Waveridig-Wettkampf als geteilte Neunte, der Hamburger Klaas Voget erreichte den 13. Platz.

Bei den Damen war die Spanierin Iballa Moreno nicht zu schlagen und wurde mit dem Sieg auf Sylt zum vierten Mal hintereinander Weltmeisterin im Waveriding. „Es war wieder ein unglaubliches Erlebnis, hier auf Sylt vor diesem tollen Publikum zu surfen. Mit dem Sieg und dem WM-Titel war das ein fantastischer Saisonabschluss für mich“, so die 39-Jährige. Auf Platz zwei landete Sarah-Quita Offringa aus Aruba, Dritte wurde Daida Moreno, die Zwillingsschwester von Iballa.

Lina Erpenstein aus Aschaffenburg zeigte erneut eine fantastische Leistung. Die angehende Medizinstudentin belegte Rang vier und beendete die Saison damit auch in der Weltranglistente als Vierte. „Ich bin total happy über meinen vierten Platz auf Sylt und in der Gesamtwertung. Ich konnte den Zuschauern vor allem in dem Heat um Platz vier bei ganz schwierigen Bedingungen zeigen, was ich mittlerweile gelernt habe“, erklärte die 20-Jährige. Steffi Wahl aus Kiel wurde bei ihrem einzigen Auftritt im Rahmen der PWA World Tour Sechste.

Jose „Gollito“ Estredo dominierte die Konkurrenz beim Freestyle der Herren nach Belieben. Der Venezolaner war mit seinem unglaublichen Repertoire an radikalen Moves und spektakulären Sprüngen eine Klasse für sich und siegte im Finale gegen den Niederländer Amado Vrieswijk. Mit diesem Erfolg feierte Jose „Gollito“ Estredo gleichzeitig seinen achten WM-Titel.

Champion: „Es waren für uns Freestyler harte Bedingungen. Wegen der hohen Wellen konnte man seine Konkurrenten nicht sehen und hatte wenig Zeit, seine Manöver korrekt auszuführen. Bei mir hat aber alles perfekt geklappt, im nächsten Jahr werde ich auch beim Waverding antreten“, verriet der Venezolaner. Die deutschen Teilnehmer Julian Wiemar, Marco Lufen und Adrian Beholz kamen über einen geteilten 25. Platz nicht hinaus.

Im Slalom wuchs Vincent Langer über sich hinaus. Der Deutsche Meister war bei der Formel 1 des Windsurfens vom ersten bis zum letzten Rennen hellwach, brillierte mit exzellenten Starts, taktischer Raffinesse und Top-Speed. Der Lohn war ein sensationeller zweiter Rang des Kielers, eine Platzierung, die seit Jahren kein deutscher Slalomfahrer mehr am Brandenburger Strand erreicht hat.

„Ich habe mich sehr stark auf den Start konzentriert, denn in diesem Weltklassefeld muss man von Anfang an vorn mit dabei sein, um eine Chance zu haben. Mein Material war auch sehr gut und dieser zweite Platz ist einfach unglaublich“, freute sich der 30-Jährige. Der Flensburger Gunnar Asmussen als Zwölfter und Malte Reuscher von der Insel Elba auf Platz 13 komplettierten den starken Auftritt des deutschen Slalom-Teams. Den Sieg holte sich mit Marco Lang zum ersten Mal ein Österreicher auf Sylt, Dritter wurde der Brite Ross Williams.

Die Show-Disziplin Foil, mit der die Wettkämpfe beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt eröffnet wurden, gewann der Franzose Julien Quentel vor Sebastian Kornum aus Dänemark und dem Niederländer Jordy Vonk. Bester Deutscher war Sebastian Kördel aus Radolfzell auf Platz zwölf.

Trotz Sturmtief Xavier besuchten 210.000 Zuschauer den Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt, der nicht nur die fantastischen Wettkämpfe der besten Windsurfer der Welt präsentierte. Ein buntes Rahmenprogramm und das Eventradio unterhielten die Besucher tagsüber auf der Westerländer Kurpromenade, eine abwechslungsreiche Erlebnisgastronomie sorgte für das leibliches Wohl. Jeden Abend wurde ab 18 Uhr Beachparty im großen Veranstaltungszelt gefeiert, die bis in die Morgenstunden auf Deutschlands nördlichster Insel fortgesetzt wurde.

 

Die neuen Weltmeister

Waveriding Herren

 

Philip Köster

 

Waveriding Damen

 

Iballa Moreno (Spanien)

 

Beste Deutsche

 

Platz 4: Lina Erpenstein

 

Freestyle Herren

 

Jose „Gollito“ Estredo (Venezuela)

 

Beste Deutsche

 

Platz 21: Marco Lufen und Adrian Beholz

 

 

 

 

 

 

 

Die Sieger von Sylt

Waveriding Herren

 

Platz 1: Victor Fernandez Lopez (Spanien)

 

Bester Deutscher

 

Platz 3: Philip Köster

 

Waveriding Damen

 

Platz 1: Iballa Moreno (Spanien)

 

Beste Deutsche

 

Platz 4: Lina Erpenstein

 

Freestyle Herren

 

Platz 1: Jose „Gollito“ Estredo (Venezuela)

 

Beste Deutsche

 

Platz 25: Marco Lufen, Julian Weimar, Adrian Beholz

Aschaffenburgerin Lina Erpenstein wird im Waveriding Vierte

Das Wetter spielte am Samstag Katz und Maus mit Fahrern und Fans beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt. Die Waveriding-Konkurrenz der Damen sollte am Morgen fortgesetzt werden, doch die Wellenhöhe reichte nicht aus für die hohen Sprünge und langen Wellenritte in der Königsklasse. Am späten Vormittag konnten die Wettfahrten schließlich gestartet werden, doch nach knapp zwei Stunden drehte der Wind, so dass der Wettbewerb abgebrochen werden musste.

Erfreulich aus deutscher Sicht war die Leistung von Lina Erpenstein, die nach einer fantastischen Vorstellung mit einem Traum-Score von über 20 Punkten gegen die Polin Justyna Sniady gewann und in der Endabrechnung Platz vier belegte. „Das war der beste Heat meines Lebens, es hat alles geklappt, trotz dieser schwierigen Bedingungen. Unter diesen Umständen bin ich sehr glücklich über meinen vierten Platz“, freute sich die in Kiel lebende Windsurferin, die anschließend bei immer schlechter werdenden Bedingungen gegen die Serienweltmeisterin Daida Moreno aus Spanien keine Chance mehr hatte.

Weniger Glück hatte Steffi Wahl, die bei ihrer Wettfahrt keine Wellenrampe für ihre Sprünge fand und Sechste wurde. Die Kielerin: „Ich hatte keine Chance, meine Sprünge richtig anzusetzen und durchführen zu können. Aber es hat wieder viel Spaß gemacht am Brandenburger Strand und ein sechster Platz ist auch ein schönes Ergebnis.“

Wegen des Abbruchs konnten die ersten drei Plätze bei der Waveriding-Damenkonkurrenz noch nicht ermittelt werden. Sind aufgrund der ungünstigen Bedingungen keine Wettbewerbe mehr möglich, werden die Platzierungen aus der Hinrunde übernommen.

Jose „Gollito“ Estredo holt auf Sylt seinen achten WM-Titel im Freestyle

Das war der achte Streich. Nach dem Sieg in der Hinrunde gewann Jose „Gollito“ Estredo am Freitag beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt auch die Rückrunde in der Disziplin Freestyle und sicherte sich damit gleichzeitig seinen achten WM-Titel.

Der Weltranglistenerste aus Venezuela fuhr seine Konkurrenz am Brandenburger Strand in Grund und Boden und zeigte überhaupt keine Schwächen. Seine unglaublichen Tricks und Manöver sowie die hohen Sprünge und Rotationen führte der 28-Jährige mit traumwandlerischer Sicherheit aus.

In beiden Finalläufen ließ Jose „Gollito“ Estredo seinem schärfsten Konkurrenten, dem Weltranglistenzweiten Amado Vrieswijk von Bonaire, nicht den Hauch einer Chance und machte in überragender Manier seinen achten WM-Titel beim größten Windsurf-Event der Welt perfekt.

„Ich bin total happy über meinen Sieg hier auf Sylt und natürlich den achten WM-Titel. Ich habe mich sehr gut vorbereitet und bin voller Selbstbewusstsein in die Wettkämpfe gegangen. Dass es so gut geklappt hat, hätte ich auch nicht gedacht. Jetzt wird gefeiert“, sagte der 28-Jährige nach seiner tollen Vorstellung.

Die deutschen Fahrer Marco Lufen, Julian Wiemar und Adrian Beholz hatten mit dem Ausgang der Weltmeisterschaftsentscheidung im Freestyle nichts zu tun und schieden bereits in der zweiten Runde aus.

Victor Fernandez Lopez gewinnt Wellenreiten vor Westerland

Victor Fernandez Lopez hat die Waveriding-Konkurrenz beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt gewonnen. In einem hochklassigen Finale besiegte der Spanier den Brasilianer Marcilio „Brawzinho“ Browne und gewann damit das größte Windsurf-Event der Welt zum dritten Mal.

„Es waren unglaublich schwierige Bedingungen am Brandenburger Strand, deshalb bin ich sehr stolz, hier gewonnen zu haben. Leider konnte ich meinen WM-Titel nicht verteidigen, aber wer wie Philip nach einer so schweren Verletzung so stark zurückkommt, hat ihn auch verdient“, erklärte der Sieger von Sylt.

Philip Köster hatte bereits am Mittwoch seinen vierten WM-Titel klargemacht. Im Kampf um Platz drei schlug er nach einer fantastischen Leistung den Spanier Alex Mussolini, der im vergangenen Jahr das Wellenreiten am Brandenburger Strand gewonnen hatte. Der dritte Rang reichte zur erneuten Weltmeisterschaft. Damit krönte der 23-jährige Köster sein unglaubliches Comeback, das nach einer schweren zehnmonatigen Verletzung im Juli mit einem Sieg auf Gran Canaria begann und beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt sein Happy End fand.

Auch die anderen deutschen Teilnehmer zeigten vor Tausenden von begeisterten Zuschauern starke Leistungen. Moritz Mauch, Klaas Voget und Dany Bruch beendeten die Königsdisziplin auf einem geteilten neunten Platz, wobei vor allem Klaas Voget mit etwas mehr Glück noch weiter vorn hätte landen können. Der Hamburger: „Ich hatte ein wenig Pech, habe in meinen Heats immer geführt und verlor erst durch ein gegnerisches Manöver in der allerletzten Sekunde. Da war mehr drin für mich.“

Am Nachmittag wurde die Rückrunde im Waveriding der Damen gestartet. Wegen der starken Strömung und des für die Wellenreiter ungünstigen Nordwestwindes konnten die Wettfahrten nicht beendet werden. Sowohl die in Kiel lebende Steffi Wahl als auch Lina Erpenstein aus Hamburg sind noch im Rennen.

Finaler Heat: Die #sportsgarage gibt noch einmal Vollgas

Ideale Windbedingungen sorgen seit Freitag für atemberaubende Heats und tausende begeisterte Zuschauer. Auch die Mercedes-Benz Markenbotschafter Klaas Voget und Leon Jamaer lieferten sich bereits spannende Duelle in der single und double elimination beim Waveriding.

Aber nicht nur in der Nordsee, auch an der Promenade reiht sich ein Highlight an das Nächste: Mercedes-Benz hat zum Saisonfinale an der #sportsgarage nochmal richtig aufgefahren. Täglich werden dort Top-Rider interviewt und Beach-Stars auf vier Rädern getestet: Der Marco Polo und die V-Klasse sind als Trainings- und Reisemobile aus der Wassersportszene mittlerweile nicht mehr wegzudenken. In diesem Jahr gesellt sich auch noch ein neues Modell zur Gruppe der Strandschönheiten: die neue X-Klasse. Mit einer exklusiven Preview des ab November im Handel verfügbaren Pickups, präsentiert sich der Offroader sehr lässig, unter anderem mit Hotpool auf der Ladefläche. Meldet euch am besten direkt für eine Probefahrt an und holt euch wertvolle Infos zu maßgeschneiderten Services und nützlichem Zubehör ab

Meldet euch am besten direkt für eine Probefahrt an. Wenn ihr mehr auf Action im Wasser steht, dann seid ihr beim X-Klasse Stand noch bis Sonntag dazu eingeladen, die eigene Big Wave auf dem Surf-Simulator zu bezwingen. Was es auf dem Eventgelände sonst noch zu entdecken gibt, weiß Mercedes-Benz Markenbotschafter Bernd Flessner. Der 16-fache Deutsche Meister zeigt euch einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der weltweit größten Windsurfveranstaltung.

Natürlich kommt ihr auch da vorbei, wo es den passenden Style für den World Cup gibt: Im Fashionzelt könnt ihr euch die limitierte Windsurf World Cup Collection sichern. Oder, ihr habt Glück und gewinnt ein cooles Teil aus der Kollektion. Checkt dafür am 6. Oktober die Windsurf World Cup Facebookseite.

Philip Köster holt auf Sylt vierten WM-Titel im Waveriding

Philip Köster ist auf Deutschlands nördlichster Insel erneut auf dem Windsurf-Olymp angekommen. Der Wellenreiter hat bei den Waveriding-Wettbewerben vor Westerland in der Rückrunde seinen dritten Rang aus dem Vorkampf bestätigt und liegt damit uneinholbar an der Spitze der PWA Weltrangliste.

Der auf Gran Canaria lebende Deutsche behielt in seinem entscheidenden Lauf die Nerven gegen den Spanier Alex Mussolini, der bereits zweimal auf Sylt gewinnen konnte. Bei acht Windstärken und bis zu vier Meter hohen Wellen war Philip Köster in seinem Element und bewies den Zuschauern mit hohen Doppel-Loops und fantastischen Wellenritten, dass er nach seiner zehnmonatigen Verletzungspause nichts verlernt hat. Nach seiner Demonstration der Stärke kam Philip Köster als neuer Weltmeister aus der Nordsee an den Brandenburger Strand.

Die Wettkämpfe mit den finalen Läufen, bei denen auch Philip Köster noch im Rennen ist, dauern an.

 

Freestyler tanzen über vier Meter hohe Wellen

Die Freestyler wurden am Dienstag von vier Meter hohen Wellen und sieben Windstärken am Brandenburger Strand empfangen. Bei diesen epischen Freestyle-Bedingungen ließen sich die Board-Artisten nicht lange bitten und zeigten den restlos begeisterten Besuchern des Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt ihr schier unerschöpfliches Repertoire an verrückten Tricks, radikalen Manövern und komplizierten Sprüngen.

Da das Wassersport-Highlight in Westerland der letzte Freestyle-Event der PWA World Tour ist, fällt auf Sylt die Entscheidung, wer neuer Weltmeister wird. Der siebenmalige Titelträger Jose „Gollito“ Estredo gewann die hochklassige Hinrunde und setzte damit gleich ein deutliches Zeichen in Richtung achten WM-Titel.

In einem fantastischen Endlauf besiegte der Weltranglistenerste aus Venezuela den Zweiten der PWA World Tour Amado Vrieswijk von Bonaire und hat damit beste Chancen, nicht nur den Sieg auf Sylt aus dem vergangenen Jahr zu wiederholen, sondern auch erneut Freestyle-Champion zu werden.

Mit Julian Wiemar, Adrian Beholz und Marco Lufen erreichten drei deutsche Freestyler in dem Weltklassefeld die zweite Runde, mussten dann aber die Segel streichen. „Der Sturm, die hohen Wellen und der Regen, der ab und zu über das Wasser peitschte, haben es einem schwergemacht, die Tricks sauber anzusetzen. Aber es hat unheimlich viel Spaß gemacht, bei solch atemberaubenden Bedingungen und vor diesen begeisterten Zuschauern zu surfen“, so Marco Lufen. Die Freestyle-Wettbewerbe werden im Laufe der Woche fortgesetzt.

Am Mittwoch geht die mit Spannung erwartete Königsdisziplin Waveriding in die heiße Phase. Bei acht vorhergesagten Windstärken und bis zu fünf Meter hohen Wellen kann die Entscheidung fallen, ob der Weltranglistenerste Philip Köster beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt seinen vierten WM-Titel holen kann.

Philip Köster begeisterte Zuschauer bei seinem Comeback auf Sylt

Darauf haben die Zuschauer beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt sehnsüchtig gewartet. Der dreimalige Weltmeister Philip Köster griff am Montag zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder in das Wettkampf-Geschehen am Brandenburger Strand ein und erreichte in der Waveriding-Konkurrenz der Herren das Viertelfinale.

Der 23-Jährige war im Juli dieses Jahres nach einer zehnmonatigen Verletzungspause triumphal in die PWA World Tour zurückgekehrt und führt ungeschlagen die Weltrangliste an. Mit fantastischen Doppel-Loops und spektakulären Wellenritten zeigte er den begeisterten Zuschauern, warum er im Waveriding zurzeit das Maß aller Dinge ist und ließ seinen Konkurrenten keine Chance.

„Es waren sehr schwierige Bedingungen, die Wellen vor Westerland sind unberechenbar. Aber ich bin froh, dass der Wind in diesem Jahr mitspielt und ich das erste Mal seit meinem Sieg 2012 wieder einen Waveriding-Wettkampf beim größten Windsurf-Event der Welt bestreiten kann. Das Publikum hat mich fantastisch angefeuert und mir sehr geholfen“, so Köster, der noch zwei Heats gewinnen muss, um schon in der Hinrunde vorzeitig seinen vierten WM-Titel einzufahren.

Auch die deutschen Waverider Alessio Stillrich, Klaas Voget und Moritz Mauch sind noch im Wettbewerb, konnten aber wegen der einbrechenden Dunkelheit ihre Achtelfinalläufe nicht mehr antreten.

Bereits am Vormittag hatten die Damen das Spektakel eröffnet und lieferten sich knapp drei Stunden lang packende Duelle auf und über der Nordsee. Iballa Moreno, aktuelle Weltmeisterin und Führende der PWA World Tour, gewann die Hinrunde nach einem spannenden Finallauf gegen Sarah-Quita Offringa aus Aruba. Mit diesem Erfolg machte die Spanierin einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung, da ihre Zwillingsschwester Daida als Weltranglistenzweite und schärfste Konkurrentin nur Dritte wurde.

Das war ein enges Finale gegen Sarah-Quita und ich bin sehr froh, gewonnen zu haben. Es ist immer etwas Besonderes, beim größten Windsurf-Event der Welt ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Ich will hier auf Sylt meinen Titel verteidigen, aber in der Rückrunde kann noch viel passieren“, so Iballa Moreno

Einen hervorragenden vierten Rang belegte Lina Erpenstein aus Hamburg, die im Halbfinale an Iballa scheiterte und im Kampf um Platz drei gegen Daida das Nachsehen hatte. „Ich bin super-glücklich über diesen vierten Platz bei meinem Heim-World-Cup. Die Moreno-Twins sind einfach eine Klasse für sich, es ist keine Schande, gegen sie zu verlieren. Mir hat es viel Spaß gemacht, obwohl es zum Schluss bei diesen krassen Bedingungen sehr kalt wurde“, erklärte die Weltranglistenvierte. Die Kielerin Steffi Wahl und Caro Weber aus Hamburg komplettierten mit einem geteilten fünften Platz das tolle Mannschaftsergebnis der deutschen Damen.

Kieler Vincent Langer liegt im Slalom sensationell auf Platz zwei

Strahlender Sonnenschein und mehrere tausend Zuschauer empfingen am Sonntag die schnellsten Windsurfer der Welt beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt am Brandenburger Strand. Bei knapp fünf Beaufort konnte die Disziplin Slalom gestartet werden und Vincent Langer verliehen diese fantastischen Bedingungen Flügel.

Der aktuelle Deutsche Meister war von der ersten Runde an hellwach beim Start und erreichte mit zwei Siegen, einem dritten und einem vierten Platz in den Vorläufen souverän das Finale der ersten Wettfahrt. Hier musste er sich nur dem Österreicher Marco Lang geschlagen geben. Auch in der zweiten Elimination stieß der schnelle Kieler in den Endlauf vor und belegte hier einen hervorragenden vierten Platz. Es gewann erneut Marco Lang aus Linz, der die Gesamtwertung vor Vincent Langer anführt. Damit hat der 30-Jährige gute Chancen, die Slalomwettbewerbe beim größten Windsurf-Event der Welt auf dem Podium zu beenden. „Ich bin total happy mit diesem Ergebnis und hätte nie gedacht, dass es in diesem absoluten Weltklassefeld so gut klappt. Schließlich ist der Mercedes-Benz World Cup Sylt der einzige Event der PWA World Tour, an dem ich teilnehme. Die Bedingungen waren sehr schwierig, weil die Wellen im Laufe des Tages immer höher wurden. Ich habe bei jedem Start viel riskiert und das hat sich ausgezahlt“, freute sich Vincent Langer nach seinem tollen Auftritt.

Auch die anderen deutschen Starter zeigten bei der Formel 1 des Windsurfens, dass sie mit den schnellsten Windsurfern der Welt mithalten können. Der Flensburger Gunnar Asmussen liegt im Gesamtklassement auf Rang zwölf, der Deutsch-Italiener Malte Reuscher von der Insel Elba belegt Platz 13 und Sebastian Kördel aus Radolfzell ist 18. Am Montag soll bei vorhergesagten acht Windstärken die Königsdisziplin Waveriding gestartet werden. Der dreimalige Weltmeister Philip Köster, der beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt seinen vierten WM-Titel im Wellenreiten gewinnen kann, wird gleich im ersten Heat an den Start
gehen.

Westerland ist erneut das Mekka der Windsurfer

Westerland ist wieder zehn Tage lang Mittelpunkt der internationalen Windsurf-Szene. 156 Fahrer aus 33 Ländern schrieben sich am Freitag beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt ein und eröffneten die 35. Auflage des Wassersport-Highlights vor jubelnden Zuschauern an der Westerländer Musikmuschel.

Im Freestyle und Waveriding werden am Brandenburger Strand die neuen Weltmeister ermittelt. Beim Slalom könnte sich Spitzenreiter Antoine Albeau aus Frankreich trotz eines noch ausstehendenEvents vorzeitig den Titel sichern.

Mit Hochspannung erwarten die Besucher den Auftritt des dreimaligen Weltmeister Philip Köster beim letzten Stopp der PWA World Tour. Der 23-jährige Deutsche führt die PWA World Tour an und muss auf Sylt mindestens Dritter werden, um seinen vierten WM-Titel im Wellenreiten einzufahren. Für die spektakulären Sprünge und akrobatischen Manöver der Waverider und Freestyler reichte der Wind am Samstag nicht aus, dafür sahen die Zuschauer die ersten Wettfahrten in der Show-Disziplin Foil. Nach zwei Läufen liegt der Franzose Julien Quentel in Führung, die Deutschen Malte Reuscher
und Sebastian Kördel liegen im Mittelfeld.

Am Sonntag sind die Starts im Slalom, der Formel 1 des Windsurfens, geplant. In der kommenden Woche werden bei bis zu acht Windstärken die Waverider und Freestyler in das Geschehen vor Westerland eingreifen.

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